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Liszts


Über diese Seite

Diese Seite erlaubt das Verwalten & Teilen von Informationen & Gedanken in der schönsten aller Formen: Der Listenform.

Wo man in der Welt auch hinsieht: Listen. Einkaufslisten, Freundeslisten, Feindeslisten, Bestelllisten, Bestenlisten, Listen der tückischsten Listen, Todeslisten, Top10-Listen, Preislisten, Archivlisten, Abschusslisten, Ideenlisten, Gästelisten, Sündenlisten, Listen mit Lüsten, etc.pp. Die althergebrachte Weise mit diesen schönen Dingen - halb Gedanke, halb Wirklichkeit, wie menschlichere Brüder der mathematischen Mengen - umzugehen ist es, sie gleichsam im Vorrübergehen auf irgendwelche Zettel zu notieren, die dann zerknüllt in der ein oder anderen Tasche landen, um schlussendlich dem Urheber und der Welt abhanden zu kommen. Niemand kann bezweifeln, dass dies ein den besagten Dingen vollkommen angemessener Umgang ist. Nun gibt es aber dennoch Situationen wo selbst derjenige, der diese Wahrheit fühlt, froh darum wäre, eine Liste, die sich ihm in ihrer materiellen Form - wie es ihre Art ist - bereits entzogen hat, wenigstens in virtueller Form - greifbar zu haben. Diese Website und moderne Mobiltelefone machen sie nun zumindest betatschbar. Daneben bietet sich die Möglichkeit, wenn gewünscht, die schönsten und klügsten Einsichten und Erfahrungen in Listenform mit anderen zu teilen.

Anwendungsbeispiel 1: Ständig empfiehlt Ihnen irgendwer irgendwelche Filme, die man unbedingt gesehen haben sollte. Der ein oder andere davon scheint tatsächlich nicht uninteressant und so tippen Sie Titel und Regisseur beiläufig in ihr Telefon. Wochen später stehen Sie zunächst etwas ratlos im DVD-Laden, welcher nach Regisseuren geordnet ist. Da Ihnen nur noch der Titel eines bestimmten Films einfällt durchsuchen sie rasch Ihre Filmliste auf Listen.net und werden dadurch in die Lage versetzt gezielt zu konsumieren.

Anwendungsbeispiel 2: Sie sind Sammler. Zu lange schon, denn sie haben den Überblick über Ihre Sammlung verloren. Doch Dank einer umfangreichen Liste auf Listen.net können sie sich auf dem Flohmarkt jederzeit anzeigen lassen, was Sie bereits besitzen, was nicht, was ein vertretbarer Preis, was nicht usf.

Anwendungsbeispiel 3: Der Vorstandsvorsitzende Ihrer Firma hat einen miserablen Musikgeschmack. Sie dagegen haben leider ein miserables Gedächtnis und können sich nicht mehr an alle Peinlichkeiten erinnern, die er Ihnen gegenüber geäußert hat. Gottlob hat besagter Chef seine Top10-Albenliste auf Listen.net als öffentlich einsehbar markiert und Sie haben daher zusammen mit Ihren Kollegen in der Kaffeepause ausgiebig Gelegenheit, sich über diese peinliche Auswahl lustig zu machen.

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Von Aufzählungen und Listen...

Ein Grundmuster des menschlichen Denkens und Beschreibens, das sich – so scheint es – geradezu von selbst ergibt und daher als eine Selbstverständlichkeit leicht übergangen wird, ist die Aufzählung. Niemand wird die Bedeutung verkennen, welche Listen für den Umgang des Menschen mit seiner Welt und Umwelt haben. Aus einem logisch-analytischen Blickwinkel jedoch können sie als ein sekundäres, zwar unvermeidbares, aber banales Phänomen erscheinen. Die Beschreibung eines Baumes zum Beispiel beginnt natürlicher Weise mit der Auflistung seiner Bestandteile. Er besteht aus einem Stamm, Wurzeln, Ästen, Zweigen und Blättern. Jeder dieser Teile wiederum hat bestimmte Eigenschaften. Ein Blatt etwa ist grün, gezackt, glatt und von verästelten Kanälchen durchzogen. Für den aristotelisch Denkenden ist das Entscheidende dieser Beschreibung zunächst die Taxonomie des Begriffes Baum und im zweiten Schritt die Erkenntnis es mit verschiedenen Prädikatzuschreibungen an ein Blatt zu tun zu haben. Dass sich in beiden Fällen eine Liste ergibt, ist selbstverständlich und darum unerheblich. Nun muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass hier von Listen die Rede ist und nicht von Mengen. Es mag dem Mathematiker aufgrund gewisser Parallelen unnötig erscheinen einen Unterschied zwischen Liste und Menge zu machen, anstatt erstere als alltäglichen, materialisierten und verunreinigten Ausfluss der letzteren zu betrachten. Um systematisch denken und rechnen zu können ist in der Mengenlehre ein Maß an Abstraktion nötig, welches der einfachen Liste völlig abgeht. Eine leere Liste etwa ist unmöglich. Ein leerer Zettel mit der Überschrift „Einkaufsliste“ ist keine Liste. Trotzdem aber ist eine Liste unabhängig von einem materiellen Medium allein in Gedanken vorstellbar. Sie zeichnet sich gerade durch ihr seltsames Schweben zwischen Abstraktion und Dinglichkeit aus, weshalb man sie genauso wie das Nachdenken über ihr Wesen möglicherweise als verschwommenes Unding einfach abtun muss. Aber es ist ihr ein Bezug zum Menschen eigen, der der Menge fehlt und welcher darum noch einmal zögern lässt. Wir sind seit jeher von Listen umgeben. Bei den ältesten Aufzeichnungen der Menschheit handelt es sich nicht selten um Steuerlisten. Vor einem Krieg ergehen Konskriptionslisten, nach demselben Gefallenenlisten. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Listen gesuchter Verbrecher, Feindeslisten, Abschusslisten und Einkaufslisten? Viele werden auf die Unausweichlichkeit solcher Listenbildung verweisen. Schließlich ist nicht nur der vorletzte Satz selbst wiederum eine Aufzählung. Manchmal aber wird hinter der Selbstverständlichkeit dieser Gebilde eine ungewöhnliche Kraft spürbar. Ist es allein Kontext und Inhalt, wodurch ein solches Gefühl hervorgerufen wird? Man denke an die Macht der berühmtesten aller Listen – von Gott auf dem Sinai diktiert – oder das schreckliche, im Verlauf der Menschheitsgeschichte immer wieder auftretende Phänomen der Todeslisten (Von Augustus bis Stalin). Vielleicht steckt tatsächlich etwas in der Form der Aufzählung selbst, das eine besondere Bedeutung für den Menschen hat. Es fällt beispielsweise auf, dass es – unabhängig vom Inhalt – sehr verschiedene Arten von Listen gibt. Geschlossene Listen erheben explizit oder implizit einen Anspruch auf Vollständigkeit, ja auf Vollkommenheit. Dabei lassen sich diese Aufzählungen nicht ausschließlich der Taxonomie wissenschaftlicher Begriffe zuordnen (z.B. Liste der Elemente). Ein berühmtes Gegenbeispiel ist die chinesische Tierliste von Borges und auch die folgende recht bekannte Aufzählung: Gott Vater, Gott Sohn und heiliger Geist. Bei offenen Listen besteht hingegen kein Anspruch auf Vollständigkeit und wie vorige bergen sie in sich große Vielfalt. Dazu nur zwei Beispiele (In gewissem Sinne ein Grenzfall der Liste): Prädikatenlisten, die einem Substantiv zu umfassenderer Charakterisierung zugeordnet werden, und daneben Beispiellisten wie diese. Wertende Listen oder Ranglisten üben zweifellos eine spezielle Faszination aus. Von den Listen der besten Krieger, Sportler und Poeten, welche die alten Griechen aufstellten, bis zum heutigen allgegenwärtigen Verlisten von Fußballspielern, Büchern, Musikaufnahmen, Filmen etc. Die Spannung, welche durch eine vertikale Schichtung erzeugt wird, führt jedoch häufig zu einer gewissen Starre und Kälte. Ganz anders bei horizontalen, kumulativen Listen. Hier werden Elemente aufgehäuft, um einen Überwältigungseffekt zu erzielen. Dieser kann Zuneigung, Unterwürfigkeit, Demut, Verehrung, Hochachtung, Geringachtung, Verachtung, Prahlerei, Übermut und vieles andere zum Ausdruck bringen. Ein schöner Fall, für welchen ein Beispiel zu geben ich gleichwohl übergehe, ist die Beschimpfungsliste. Durch verschiedene Formen der Rhythmisierung erhalten dergleichen Listen einen zusätzlichen Glanz. Von besonderer Bedeutung ist auch die Inventarliste. Solche Reihungen erscheinen vielen Menschen in der Auseinandersetzung mit der Welt und ihrem Leben unverzichtbar. Beileibe nicht nur dem Krämer und Geschäftsmann! Es verschafft nämlich nicht allein Beruhigung zu wissen, was man etwa besitzt, sondern mit Hingabe und Zuneigung zählt sich auch der Freie auf, was er hat an der Welt. Diese Aufzählungen, die immer auch Erzählungen sind, gehören oft zu den schönsten ihrer Art.

von cerberus-design